Ganz aktuell und daher gleich zu Beginn: Von einer Geflüchtetenunterkunft im Wedding wurde uns konkreter Bedarf an Sportsachen für Kinder gemeldet – bitte schaut mal in diese Bedarfsliste, ob ihr was beisteuern könnt!

Auch im vergangenen Monat waren wir wieder viel am Lageso (das neuerdings unter @SenGesSoz twitttert und auch eine Facebookseite hat) und halfen dort, wo gerade geholfen werden musste. Seit einiger Zeit gibt es z.B. die Tätigkeit des Spendenlotsen, bzw. der Spendenlotsin. Die stehen direkt am Eingang und versuchen, die zahlreichen ankommenden Spenden zu koordinieren. Immer wieder wenden sich auch geflüchtete Menschen an Helfende und fragen nach Hilfe beim Verstehen der Papiere, die ihnen ausgehändigt wurden. Da gibt es mehrseitige deutsche Dokumente, die so unklar sind, dass selbst deutsche Muttersprachler*innen vollkommen ratlos sind. Und immer wieder gibt das Landesamt nicht mehr gültige Bahnfahrscheine zur Weiterfahrt in Unterkünfte in anderen Bundesländern aus – bewusste Verunsicherung oder Schikane? Ganz bedrückend wird es, wenn beim Haus R (wo Moabit hilft seinen Stützpunkt hat) verzweifelte Menschen mit Selbstmord drohen. Für solche Situationen ist dort schließlich niemand ausgebildet.

Das Sprengbüro hat eine erneut eine Spendenaktion gestartet, diesmal wurde Schulmaterial gesammelt.

Gesammelte Spenden im Büro

Am 11.9. haben wir zusammen mit unserem Helfer Daniel alles an die Unterkünfte verteilt. Ein paar Tage später konnten wir noch einen Einkauf nachreichen: Von Bargeldspenden haben wir beschafft, was in der Unterkunft in der Gotenburger Straße dringend gebraucht wurde: Turnhosen und -schuhe in kleinen Größen und Füller für die Schulkinder. Einen riesengroßen Dank an die vielen Spenderinnen und Spender!

Am 2.9. fand eine weitere Veranstaltung des QM Sparrplatz zu dessen Verstetigung statt. Das Thema des Abends lautete: „Sprengelhaus – Anker im Kiez“ und es wurde sowohl über die Geschichte des Sprengelhaus, welches es seit 2001 existiert, als auch über die aktuellen Angebote, wie beispielsweise den Gymnastiksaal oder den Nachbarschaftsladen im Erdgeschoss informiert. Auch wurden zahlreiche der Vielfältigen und Interkulturellen Vereine und Initiativen, die ihr Büro im Sprengelhaus haben, oder sich dort treffen vorgestellt.
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung gibt es in der aktuellen Ausgabe (Nr.6 2015) der Zeitung „Ecke Müllerstr.“ auf Seite 10.

Am 3.9. wurde die Kunstmeile auf der Müllerstraße eröffnet. Zwölf Kunstwerke sind bis Anfang Oktober auf dem Mittelstreifen zu sehen – je nachdem, in welche Richtung man unterwegs ist, sind es natürlich verschiedene.

Am 8. und 9. September waren Treffen von den Initiativen „Wedding hilft“ und „Moabit hilft“ – beide voller neuer Gesichter und vieler Menschen, die mit ihren Ideen und ihrer Hilfsbereitschaft auf der Suche nach Einsatzmöglichkeiten waren. Danke an die geduldigen Organisator*innen, die von so viel Interesse überrascht waren und geduldig ihre Arbeit erläuterten.   

Am 10.9. fand im Abgeordnetenhaus das erste Plenum nach dem Ende der Sommerpause statt. Heikos Rede zum Doppelhaushalt 2016 und 2017 (1. Lesung) kann hier angeschaut werden: Wer lieber lesen möchte – hier das Original mit Anmerkungen als pdf. Am 16.9. waren wir bei der „Zeitreise durch den Wedding“ dabei und sind mit der Stadtführerin und Publizistin Dr. Gerhild Komander rum um den Leopoldplatz spaziert. Dabei gab es viel Interessantes zu erfahren.