Mit der Mitteilung zur Kenntnisnahme 17/2457 hat die Senatsverwaltung für Inneres und Sport nun das Abgeordnetenhaus über die Zukunft des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks informiert. Darin steht nichts wirklich Neues, kann man auf Wikipedia auch schon lesen, aber die Kosten sind von prognostizierten 150.000.000 € schon einmal auf 170.000.000 € gestiegen…

Was gibt es also zu berichten?

Nun, vor allem, dass der angestrebte Zeitraum mit einer Sanierung ab 2018 jetzt schon ins Wanken gerät. Der Bericht schließt mit den Worten, dass man auf Grundlage der Machbarkeitsstudie –  die der Senat dem Bericht nicht beigefügt hat – nun weitere Untersuchungen durchführen muss und eine Finanzierung derzeit noch nicht gesichert ist. Ist ja auch klar, den Haushalt 2018/19 wird ja erst das nächste Abgeordnetenhaus beschließen.

Problematisch ist jedoch, dass größere Investitionen, vor allem in das Tribünengebäude, Vorlaufzeiten brauchen: Nicht nur für die Planung sondern auch für eine Ausschreibung. 2018 hört sich für manche vielleicht noch weit weg an, aber in der Politik und Verwaltung ist das nur noch ein Wimpernschlag. Wenn im Haushalt 2018/19 konkrete Summen für den Bau stehen sollen, mit ordentlichen Bauunterlagen hinterlegt, dann müssen diese spätestens Anfang 2017 fertig sein. Andernfalls wird es schwer sie in den Haushalt des Senates, der im Juni 2017 fertig sein muss und dann dem Abgeordnetenhaus vorgelegt wird, einfließen zu lassen. Und was passiert wenn es keine ordentliche Bauplanungen gibt sieht man ja an der Staatsoper!

Was ist also meine Schlussfolgerung aus dem Bericht?

Der Senat aus SPD und CDU wird in dieser Wahlperiode die Sanierung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks nicht mehr anstoßen. Die neue Regierung – nach der Wahl im September 2016 – wird in ihrer Findungsphase keine Investition im 3-stelligen Millionenbetrag auf den Weg bringen, da Staatsoper und BER noch immer nicht abgeschlossen sein werden. Im Endeffekt wird der Sportpark also weiter über die Jahre notdürftig geflickt, aber eine Weiterentwicklung zu einer barrierefreien Sportstätte wird es in der nahen Zukunft nicht geben. Schade. Wir als Fraktion werden am Thema dran bleiben und schauen das so viel wie möglich doch noch auf den Weg gebracht wird!