Wir werden in Zukunft monatlich an dieser Stelle berichten, welche Termine im Kiez und darüber hinaus wir wahrgenommen haben. Natürlich twittern wir in der Regel auch live, wenn wir an Veranstaltungen teilnehmen.

Der Juni begann am 3.6. mit einer Veranstaltung der Piratenfraktion: Andreas Baum (Verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion) hatte Bernd Zanke (Vorstandsmitglied des ADFC Berlin e.V.) zu Gast und diskutierte mit ihm die Notwendigkeit einer Fahrradbeauftragten für Berlin. Wir haben das natürlich aufgezeichnet.

Am 8.6. haben wir bei einer sehr interessanten kolonialkritischen Stadtführung durch das Afrikanische Viertel im Wedding teilgenommen. Initiiert wurde sie von der Grünen Jugend, durchgeführt von Mboro Mnyaka Sururu. Er kommt vom Verein Berlin Postkolonial, der regelmäßig Touren in Berlin anbietet. Sehr empfehlenswert!

Lüderitzstraße soll zur Mungunda Straße werden.Die Lüderitzstraße soll zur Mungunda Straße werden. Foto: Petra Wille

Am 15.6. waren wir bei der Bärgida-Gegendemo dabei – viele Menschen aus Moabit und ganz Berlin zeigten den wenigen Teilnehmer*innen des Pegida-Ablegers, dass sie sich in Berlin eine Willkommenskultur gegenüber geflüchteten Menschen wünschen und allen rassistischen Ressentiments eine Absage erteilen.

Am 19.6. war die erste Lange Nacht im Sprengelkiez. Wir waren natürlich dabei! Es gab bei einer Cryptoparty Nützliches über Verschlüsselung zu erfahren. Vielen Dank an Andreas Bogk und Georg Wehrmann, die uns sehr engagiert unterstützten! Bei einer unserer sieben verschiedenen Matesorten wurde bis Mitternacht mit vielen Gästen über Überwachung, soziale Netzwerke und Politik im Allgemeinen diskutiert.

Das Plakat zur Langen Nacht im SprengelkiezDas Plakat zur Langen Nacht im Sprengelkiez

Am 23.6. tagte wieder der Runde Tisch Leopoldplatz. Der neue Präventionsrat des Bezirks – Herr Haas – stellte sich vor und es wurden wie immer die aktuellen Entwicklungen auf dem Platz und rundrum ausgetauscht. Beim Runden Tisch treffen sich einmal im Monat Anwohnende, Sozialarbeiter*innen, Vertreter*innen der Kirche, der Polizei und der Szene (Trinkerszene am Leo). Auch das Bezirksamt, die Polizei und die Stadtteilvertretung Müllerstraße sind dabei.

Am 26.6. haben wir eine weitere Veranstaltung der Fraktion besucht: Die Machbarkeitsstudie zum fahrscheinlosen öffentlichen Nahverkehr wurde vorgestellt. Die Kurzfassung lautet „Ja, es ist machbar!“. Wer mehr wissen möchte, findet eine Zusammenfassung und die Aufzeichnung hier.

Fahrscheinlos

Am 1.7. haben wir uns angehört, wie die Planung an der Heidestraße zwischenzeitlich aussieht, Senatsbaudirektorin Lüscher führte durch die Informationsveranstaltung zum Baugeschehen in der Europacity. Nach einer längeren Pause war dies die erste Infoveranstaltung für Anwohnende der benachbarten Viertel und andere Interessierte. Wichtigste Fragen waren die nach Spielpätzen (neben dem einen, den das Land ganz im Norden nahe einer verkehrsreichen Stelle baut, enthalten auch Pläne von privaten Investoren Spielplätze), nach der Querung des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals (eine 4m breite Brücke ist zu schmal für die gemeinsame Nutzung von Radverkehr und Fußgänger*innen!) und sozialem Wohnungsbau. Dieser wurde zu Beginn der Planung 2006 nicht in Betracht gezogen, weil es noch keinen Bedarf gibt. Inzwischen sieht das natürlich ganz anders aus. Ob es Planungen für sog. bezahlbaren Wohnraum geben soll, blieb etwas im Vagen. Von Seiten der Investoren wurde jedoch angedeutet, dass Teile der Wohnbebauung zusammen mit Wohnungsbaugesellschaften entwickelt werden.

Freiraumplanung EuropacityFreiraumplanung, Grafik: Studio Urban Catalyst, Berlin